Die Geburtsblume im Juli ist der Rittersporn, botanisch Delphinium elatum; als zweite Julipflanze gilt die Seerose. Der Rittersporn steht für Leichtigkeit und ein offenes Herz, die Seerose für Reinheit des Herzens. Er blüht von Juni bis August und hält in der Vase rund eine Woche; damit ist er die Juliblume, die man im Juli tatsächlich verschenken kann.
Wer im Juli Geburtstag hat, bekommt gleich zwei Pflanzen zugeordnet, und nur eine davon liegt im Blumenladen. Diese Seite beantwortet beides: was die Monatsblume Juli bedeutet und wie Sie an sie herankommen. Dazu kommen das Sternzeichen des Monats, die Namensfrage rund um die Seerose und die Motive, die sich für ein Tattoo eignen.

Inhaltsverzeichnis
Der Rittersporn ist die Geburtsblume des Julis
Die Geburtsblume des Julis ist der Rittersporn; als zweite Julipflanze gilt die Seerose. Überliefert ist für den Juli genau dieses Paar (Old Farmer’s Almanac). Auch im deutschsprachigen Raum steht der Rittersporn an erster Stelle und die Seerose daneben, und wer die Juliblume Rittersporn verschenken möchte, hat damit die praktischere der beiden vor sich. Erkennbar ist er an der aufrechten Rispe aus vielen gespornten Einzelblüten; es gibt sie in Weiß, Rosa und Violett.
Botanisch ist er Delphinium elatum aus der Familie der Hahnenfußgewächse, im Englischen läuft dieselbe Gattung unter Larkspur. Dass ein Monat überhaupt zwei Blumen trägt, liegt an der Herkunft der Zuordnung: Sie ist über Jahrhunderte in verschiedenen Regionen gewachsen und blieb dabei Überlieferung. Die zweite Blume ist die Ausweichblume für den Fall, dass die erste in der Region schwer zu bekommen ist. Das erklärt auch, warum die zweite Blume je nach Gegend wechseln kann. Im Juli trifft das die Seerose: Sie ist die zweite Pflanze und zugleich die seltenere im Handel. Wer beim Blumenhändler nach der Julipflanze fragt, bekommt deshalb den Rittersporn.
Die beiden Julipflanzen im Vergleich:
| Pflanze | Bedeutung | Im Juli zu bekommen | In der Vase |
|---|---|---|---|
| Rittersporn (Delphinium elatum) | Leichtigkeit, offenes Herz | ja: Blütezeit Juni bis August, nach einem Rückschnitt folgt eine zweite Blüte | rund eine Woche, mit Frischhaltemittel etwas länger |
| Seerose (Nymphaea alba) | Reinheit des Herzens | als Teichpflanze im Gartencenter; als Schnittblume die Ausnahme | kaum: die Blüte hält wenige Tage und schließt abends |
Welche Blume zu welchem Monat gehört, steht in der Übersicht aller zwölf Geburtsblumen. Für ein Geschenk im Juli ist die Sache damit entschieden: Der Rittersporn steht im Laden, die Seerose steht im Teich.
Karl Foerster und die Ritterspornsorten aus Potsdam-Bornim
Der Rittersporn hat in Deutschland eine eigene Gartengeschichte, und sie hat einen Namen: Karl Foerster, Staudenzüchter in Potsdam-Bornim, 1874 bis 1970. Rund 370 Staudensorten zog er im Lauf seines Lebens heran, und etwa 30 seiner Ritterspornsorten stehen bis heute im Handel, darunter ‚Blauwal‘, ‚Jubelruf‘ und ‚Sternennacht‘. Ein Garten ohne Rittersporn, fand Foerster, sei schlicht ein Irrtum. Sein eigener Garten steht seit 1981 als Gedenkstätte unter Denkmalschutz und wurde zur Bundesgartenschau 2001 als Gartendenkmal wiederhergestellt. Beim Einkauf heißt das für Sie: Wer heute eine blaue Rispe fürs Beet oder für die Vase mitnimmt, hält mit einiger Wahrscheinlichkeit eine Bornimer Züchtung in der Hand. Und mit ihr eine Bedeutung, die deutlich älter ist als die Sorte.
Was Rittersporn und Seerose bedeuten
Der Rittersporn steht für Leichtigkeit und ein offenes Herz, die Seerose für Reinheit des Herzens. Beim Rittersporn kommt eine zweite Ebene dazu, denn die Blütenfarbe färbt die Botschaft ein. Drei Lesarten sind überliefert:
- Weiß steht für Leichtigkeit: die Lesart für einen Glückwunsch ohne großes Pathos.
- Violett steht für die erste Liebe: die Farbe, die den Strauß zu einer romantischen Geste macht.
- Rosa steht für Wankelmut: die Deutung, die man kennen sollte, bevor man ausgerechnet Rosa wählt.
Doch die Farbe ist nur die halbe Botschaft. Die Farbdeutungen stammen aus der Blumensprache, und die liest dieselbe Farbe je nach Gegend unterschiedlich; im gemischten Strauß klingt ohnehin mehr als eine Bedeutung an. Tatsächlich ist die Blumensprache als eigene Tradition gut zweihundert Jahre alt: Das erste Buch, das ausschließlich ihr gewidmet war, erschien um 1819.
Für ein Geschenk heißt das: Leichtigkeit und ein offenes Herz sind Botschaften ohne Verpflichtung. Ein Ritterspornstrauß eignet sich deshalb für einen Geburtstag ebenso wie für einen Dank, und er sagt genau so viel, wie Sie sagen wollen. Wer sichergehen will, legt eine Karte dazu und schreibt die Bedeutung hin; dann kommt sie an, unabhängig davon, welche Lesart der Beschenkte kennt.
Die Seerose als zweite Julipflanze trägt eine ruhigere Botschaft: Reinheit des Herzens, dazu eine stille, zurückgenommene Würde. Sie passt damit zu Anlässen, bei denen ein großer Strauß zu laut wäre, und sie wirkt auch dann, wenn nur eine einzelne Blüte in einer flachen Schale schwimmt. Für einen Genesungswunsch oder ein leises Beileid wäre sie die passendere der beiden Julipflanzen, wenn sie denn im Laden läge.
Wie die Zuordnung in einem anderen Monat ausfällt, zeigt die Geburtsblume November. Diese Bedeutungen beruhen auf Überlieferung und nicht auf wissenschaftlicher Untersuchung.
Wasserlilie ist ein alter Name der Seerose, der Lotos eine andere Pflanze
Seerose und Wasserlilie können dieselbe Pflanze meinen; der Lotos ist eine andere. Wasserlilie ist kein botanischer Name, sondern ein altes deutsches Wort – es bezeichnet unter anderem die weiße Seerose, daneben aber auch die Gelbe Teichrose und die Wasserschwertlilie Iris pseudacorus. Das Wort ist älter als die botanische Ordnung und deshalb weiter gefasst: Es sammelt Pflanzen, die im oder am Wasser blühen. Wer die Wasserlilie im Zusammenhang mit dem Juli liest, darf an die Seerose denken. Ältere Volksnamen derselben Blüte sind Seeblume und Wasserrose.
Der Lotos gehört botanisch woanders hin. Er ist Nelumbo nucifera aus der Familie der Nelumbonaceae, die Seerose dagegen Nymphaea alba aus der Familie der Nymphaeaceae; dazu kommt die Herkunft, denn der Lotos ist eine asiatische Pflanze. Deshalb gehört die buddhistische Deutung als eines der acht Glückssymbole zum Lotos.
An zweiter Stelle steht manchmal die Lotosblume statt der Seerose, manchmal auch neben ihr; gemeint ist dann eine andere Pflanze.
- **Seerose (Nymphaea alba):** die heimische Wasserpflanze des Julis; ihre Blüte liegt auf dem Wasser, die runden Blätter schwimmen flach daneben.
- Wasserlilie: ein altes deutsches Wort, das meist die weiße Seerose meint; wer es liest, darf an dieselbe Blume denken.
- **Lotos (Nelumbo nucifera):** eine asiatische Pflanze aus einer eigenen Familie; seine Symbolik bleibt bei ihm.
Wenn Sie eine Pflanze für den Teich bestellen, ist der botanische Name der sichere Weg: Nymphaea alba meint die weiße Seerose. Wer im Juli von der Seerose liest, meint also die heimische Blüte auf dem Teich, und die steht für Reinheit des Herzens.
Rittersporn im Strauß: hohe Rispe, rund eine Woche in der Vase
Im Strauß hält der Rittersporn ungefähr eine Woche, und er braucht eine hohe, standfeste Vase. Die Rispen der Gartensorten werden 0,9 bis 1,5 Meter hoch, hohe Sorten kommen über 1,8 Meter; als Schnittblume gilt der Rittersporn ausdrücklich als gute Wahl. Die Art wächst wild in Wäldern, auf Wiesen und an Flussufern zwischen Europa und der Mongolei. Doch die Höhe hat eine Folge für die Vase: Eine solche Rispe sieht in einer schweren, hohen Vase wunderschön aus – in einem zu niedrigen Gefäß kippt der ganze Strauß nach vorn.
Rund eine Woche steht er, mit einem Frischhaltemittel etwas länger. Mit frischem Wasser ist das die Spanne, mit der Sie planen können; einzelne Sorten schaffen ein paar Tage mehr, andere etwas weniger. Am Ende rieseln die Blüten ab, statt zu welken, und zwar von unten her; wer das weiß, erschrickt beim ersten Blütenblatt auf dem Tisch weniger. Eine Woche ist im Mittelfeld; welche Schnittblumen am längsten frisch bleiben, steht im eigenen Beitrag.
Die Blütezeit reicht von Juni bis August. Ende Juli bekommen Sie den Rittersporn also noch, und wer ihn im eigenen Beet stehen hat, schneidet ihn nach der Blüte zurück: Die Staude treibt wieder aus, und im Spätsommer folgt eine zweite Blüte. Für die Juliblume ist das der entscheidende Punkt: Der Rittersporn ist im ganzen Monat zu haben, und zwar sowohl als Schnittblume beim Händler als auch als Staude im Gartencenter. Im Garten ist er eine mehrjährige Staude, im Topf hält er sich ebenso, und in der Vase macht er die Figur, für die er gekauft wird.
Für das Wohnzimmer heißt das: Eine hohe Vase, wenige Stiele, und der Strauß trägt sich selbst. Am Esstisch stört die Höhe eher, dort ist eine einzelne Rispe in einer schmalen Vase die bessere Wahl.
Wichtig: Alle Pflanzenteile des Ritterspornes sind stark giftig, auch für Katze, Hund und Pferd; stellen Sie den Strauß deshalb außer Reichweite, ein Kontaktgift wie der Eisenhut ist er dabei aber nicht (Botanischer Sondergarten Wandsbek).
Die Seerose gehört in den Teich, nicht in die Vase

Als Schnittblume ist die Seerose die Ausnahme; ihr Platz ist der Teich. Im Blumenladen liegt sie so gut wie nie, im Großhandel und auf Blumenmärkten taucht sie gelegentlich auf, und in Deutschland liefern einzelne Spezialbetriebe Blüten auf Bestellung. Wer eine bekommt, hat wenig Zeit damit: Die Blüte steht drei bis vier Tage offen, und viele Sorten öffnen sich am Morgen und schließen am Abend.
Doch was im Strauß kaum vorkommt, ist im Teich die Regel. Im Gartenteich ist die Seerose die klassische Schwimmpflanze der Tiefenzone, und die beginnt bei 80 bis 100 Zentimetern Wassertiefe. Wer sie in den eigenen Teich setzt, braucht also Tiefe: In einem flachen Miniteich fehlt der Pflanze die Zone, in der sie wurzelt. Die Wildform blüht rein weiß mit hellgelben Staubblättern, im Handel stehen meist Hybriden.
Die Weiße Seerose steht in Anlage 1 der Bundesartenschutzverordnung unter den besonders geschützten Arten, und zwar in ihren wild lebenden Populationen. Der Schutz gilt damit der Blüte im Naturgewässer; die im Gartencenter gekaufte Pflanze dürfen Sie ohne Weiteres in den eigenen Teich setzen. Die Handstraußregelung, die das Pflücken kleiner Sträuße für den Eigenbedarf erlaubt, greift bei besonders geschützten Arten nicht: Aus See, Weiher oder Fluss darf die Seerose nicht entnommen werden.
Für den Julistrauß heißt das: Der Rittersporn trägt ihn allein. Die Seerose verschenken Sie besser als Pflanze für Teich oder Kübel. Und wer wirklich eine schwimmende Blüte in der Schale haben will, bestellt sie bei einem Spezialbetrieb statt im Laden um die Ecke. Zum Juli gehört neben der Blume noch eine zweite Zuordnung: die der Sternzeichen.
Krebs und Löwe teilen sich den Juli
Der Juli berührt zwei Sternzeichen: den Krebs bis etwa zum 22. Juli, danach den Löwen. Beide Zeichen teilen sich den Monat also fast hälftig. In der astrologischen Einteilung reicht der Krebs vom 21. Juni bis zum 22. Juli, der Löwe vom 23. Juli bis zum 22. August. Einen festen Grenztag gibt es dabei nicht: Wer am 22. oder 23. Juli Geburtstag hat, schaut auf den Geburtszeitpunkt.
Astronomisch sieht der Himmel anders aus: Die Sonne tritt erst am 20. Juli in das Sternbild Krebs und am 10. August in den Löwen. Der Unterschied kommt von der antiken Einteilung des Tierkreises in zwölf gleich lange Abschnitte, an der die Zeichen bis heute hängen.
Für die Geburtsblume ändert das wenig, denn sie hängt am Kalendermonat. Krebs und Löwe bekommen im Juli denselben Rittersporn. Wer am 5. Juli geboren ist, hat also den Rittersporn und das Zeichen Krebs; wer am 30. Juli Geburtstag hat, denselben Rittersporn und den Löwen. Nur wer im Krebs, aber noch im Juni geboren ist, trägt die Junipflanze.
Die Juliblume als Tattoo-Motiv
Als Tattoo zeigt die Juliblume das, was die Pflanze ausmacht: die schmale Rispe mit den gespornten Einzelblüten. Der Rittersporn kommt dieser Aufgabe entgegen, weil seine Blüten an einer aufrechten Achse sitzen und die Form auch dann lesbar bleibt, wenn nur wenige Striche übrig bleiben. Die Seerose gibt dabei die zweite Möglichkeit: runde Blüte, flaches Blatt, eine waagerechte Linie statt einer senkrechten. Vier Varianten bieten sich an:
- die einzelne Ritterspornrispe in ganzer Länge
- eine feine Kontur, die nur Achse und Sporne nachzeichnet
- die Juliblume zusammen mit dem Zeichen des Monats, Krebs oder Löwe
- die flache Seerose als ruhiges Gegenstück zur hohen Rispe
Wer die Farbe mitdenkt, überträgt auch ihre Bedeutung: Violett steht für die erste Liebe, Weiß für Leichtigkeit. Kommt die Seerose ins Bild, trägt das Motiv zusätzlich die Reinheit des Herzens. Das Motiv trägt am Ende die Bedeutung der Blüte: Leichtigkeit und ein offenes Herz.
Häufig gestellte Fragen
Hat jeder Monat zwei Geburtsblumen?
Wie finde ich meine Geburtsblume heraus?
Welche Blume steht für den Krebs?
Welche spirituelle Bedeutung hat die Seerose?
Gibt es ein Fine Line Tattoo mit einer Geburtsblume im Juli?
Artikel von
Anton PolitunGründer & Autor bei Blumengruss.de
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