Die Geburtsblume für den März ist die Narzisse, im Alltag meist Osterglocke genannt; als zweite Märzblume steht die Kirschblüte daneben. Der Narzisse wird der Neuanfang zugeschrieben, und sie blüht ab März. Die Zierkirsche dagegen öffnet ihre Blüten in Deutschland meist erst im April.

Inhaltsverzeichnis
Die Narzisse ist die Geburtsblume des Märzes
Dem März sind zwei Pflanzen zugeordnet: die Narzisse als Hauptblume und die Kirschblüte als zweite Märzblume. Im Alltag heißt die Narzisse hierzulande meist Osterglocke, und wer im März einen Strauß Osterglocken kauft, hat die Märzblume damit bereits in der Hand. Für den März wird daneben die Jonquille genannt, und beide Namen gehören zu Arten derselben Gattung. Mit Kirschblüte ist die Japanische Blütenkirsche gemeint, der Zierbaum, dessen Blüten im Frühjahr in Gärten und Alleen stehen. Die eine wächst als Zwiebelblume im Beet, die andere ist ein Baum aus Ostasien.
Dass ein Monat gleich zwei Blumen trägt, ist bei den Geburtsblumen die Regel: Zur Hauptblume kommt meist eine zweite Pflanze dazu. Eine amtliche Liste der Geburtsblumen gibt es nicht. Geläufig ist dafür auch das Wort Monatsblume: Die Monatsblume für den März ist damit dieselbe Narzisse. Die Zuordnung ist überlieferte Konvention, und sie fällt je nach Land und Sprachraum verschieden aus, auch danach, was in der jeweiligen Gegend im Monat überhaupt blüht. Beim März stehen damit zwei Pflanzen nebeneinander, die im Kalender weit auseinanderliegen: Die Narzisse blüht im Monat selbst, die Zierkirsche folgt später im Frühjahr. Für einen Geburtstag im März zählt trotzdem beides, denn die Zuordnung gilt dem Kalendermonat. Welche Pflanze zu welchem Monat gehört, zeigt die Übersicht aller zwölf Geburtsblumen.
Hinter Osterglocke und Jonquille steckt dieselbe Gattung
Narzisse ist der Name der ganzen Gattung, Osterglocke und Jonquille sind zwei Arten daraus. Botanisch gehören die Narzissen (Narcissus) zu den Amaryllisgewächsen; je nach Auffassung werden 52 bis 85 Arten unterschieden, der Verbreitungsschwerpunkt liegt in Südwesteuropa und Nordwestafrika, und mehr als 24.000 Kulturformen sind daraus hervorgegangen. In die mitteleuropäischen Gärten kamen die Narzissen zwischen 1560 und 1620, gemeinsam mit Tulpen und Hyazinthen. Der botanische Name der Osterglocke lautet Narcissus pseudonarcissus, der der Jonquille Narcissus jonquilla. Vier Namen begegnen Ihnen im März, und jeder meint etwas anderes:

- Narzisse: der Name der ganzen Gattung, zu der alle folgenden gehören
- Osterglocke: die gelbe Trompeten-Narzisse mit einer Blüte je Stiel; das Wort bezeichnet daneben die Glocke, die zu Ostern läutet
- Jonquille: eine eigene Art mit mehreren Blüten je Stiel und schmalen, fast binsenartigen Blättern; jede Jonquille ist eine Narzisse, umgekehrt gilt das nicht
- Märzenbecher: regional ein Name für die Osterglocke, im gewöhnlichen Sprachgebrauch aber die Frühlings-Knotenblume, eine eigene Gattung aus derselben Familie
Wer im Laden nach Osterglocken fragt, bekommt Narzissen, und das ist genau richtig: Osterglocke ist der volkstümliche Name der Gelben Narzisse. Dieselbe Art heißt außerdem Osterglöckchen, Falscher Narzissus und Trompeten-Narzisse. Tatsächlich meint der Märzenbecher je nach Gegend zwei verschiedene Pflanzen, und deshalb lohnt bei diesem Namen eine Rückfrage. Osterglocke und Jonquille wiederum lassen sich an der Zahl der Blüten auseinanderhalten: eine große Trompete auf dem Stiel bei der einen, mehrere kleinere Blüten bei der anderen. Doch für ein Geschenk im März spielt der Namensunterschied kaum eine Rolle; wichtig wird er erst dort, wo Sie Zwiebeln setzen oder eine bestimmte Blütenform suchen. Woran sich Narzisse und Osterglocke im Beet erkennen lassen, steht beim Unterschied zwischen Narzisse und Osterglocke.
Ostern, Neubeginn, Wales: was die Narzisse bedeutet
Die Narzisse steht für den Neuanfang: Sie blüht, wenn der Winter aufhört. Überliefert sind für den März außerdem die Wiedergeburt und der Wohlstand. Der deutsche Name hängt dabei am Kalender: Die Art blüht in der Regel um Ostern, und im Christentum steht sie für die Auferstehung. Beides zusammen, der Aufbruch und das Osterfest, macht die Deutung dieser Blume aus. Mythos, Farben und die ganze Bedeutung der Narzisse stehen auf einer eigenen Seite.
In Wales ist die Narzisse Nationalblume, getragen wird sie dort am 1. März, dem St. David’s Day. An diesem Tag zeigen sich meist die ersten Blüten des Jahres, und so beginnt der Monat dort mit genau dieser Pflanze. Beim Verschenken lässt sich aus Wales eine kleine Regel mitnehmen: Ein einzelner Stiel gilt dort als Unglückszeichen, ein Bund dagegen als Glücksbringer. Wenn Sie Narzissen verschenken, nehmen Sie also besser einen Bund als einen einzelnen Stiel.
Das Wort Narzisse kam im 16. Jahrhundert aus dem Lateinischen und dem Griechischen ins Deutsche. Weil die Pflanze einen betäubenden Duft verbreitet, wird der Name an griechisch nárkē für Krampf und Erstarrung angeschlossen; dieselbe Wurzel steckt in der Narkose. Eine wunderschöne Frühlingsblume, deren Name nach Betäubung klingt: Nicht ohne Grund gehört die Narzisse zu den Pflanzen, über die sich mehr erzählen lässt als über ihre Blütezeit. Für einen Geburtstag im März heißt das: Sie verschenken ein Zeichen für den Aufbruch, und das passt zu jedem Anfang, ob Umzug oder neue Stelle. Diese Bedeutungen gelten dabei der Blüte; was sie über einen Menschen mit Märzgeburtstag aussagen, bleibt jedem selbst überlassen. Die zweite Märzblume bringt eine ganz andere Überlieferung mit, und sie kommt von weit her.
Neben der Narzisse führt der März die Kirschblüte
Die zweite Märzblume ist die Kirschblüte, botanisch die Japanische Blütenkirsche (Prunus serrulata). Im deutschen Sprachraum steht für den März die Narzisse an erster Stelle; viele verbinden den Monat aber vor allem mit der Kirschblüte, die als zweite Blume aus der asiatischen Überlieferung dazukommt. Der Baum gehört zu den Rosengewächsen und wird drei bis acht Meter hoch, sommergrün, mit fein gesägtem Blattrand: Genau das meint das Artepitheton serrulata. Seine Blüte ist fünfzählig, mit fünf freien Kronblättern in Weiß bis Rosa. Gepflanzt wird die Art als Zierbaum; die Süßkirsche des Obstgartens ist eine andere Pflanze.

Heimisch ist die Japanische Blütenkirsche in Korea, Japan und mehreren chinesischen Provinzen. Sie trägt außerdem die Namen Orientalische Kirsche und Nelkenkirsche. Kultiviert werden ihre Sorten in allen gemäßigten Gebieten, in Europa vor allem als Zierbaum in Gärten und Alleen. Wissenschaftlich beschrieben wurde die Art erst im 19. Jahrhundert. Aus der römischen Antike stammt ihre Zuordnung zu einem Geburtsmonat deshalb nicht.
Wer den März mit Kirschblüten verbindet, hat meist Bilder aus Japan im Kopf, und dort beginnt die Blüte tatsächlich noch in diesem Monat.
In Japan beginnt die Kirschblüte Ende März
Hanami heißt in Japan der Brauch, im Frühjahr die blühenden Kirschbäume zu feiern; das Wort bedeutet wörtlich Blüten betrachten. Die Blüte zieht von Ende März bis Anfang Mai durchs Land, und an einem Ort hält sie nur etwa zehn Tage. Verfolgt wird ihr Verlauf als Kirschblütenfront in den Medien. Wer sie sehen will, muss den richtigen Tag erwischen, und genau das beschäftigt in Japan seit Jahrhunderten die Chronisten.
Für Kyoto reichen die Aufzeichnungen zur Vollblüte bis ins Jahr 812 zurück, zusammengetragen aus Tagebüchern und Chroniken. Notiert haben die Termine unter anderem Kaiser und Mönche, jeder für sein Jahr. 2021 fiel die Vollblüte in Kyoto auf den 26. März, den frühesten Termin seit dem Beginn der amtlichen Messreihe 1953 (NBC News).
Hanami ist ein Fest der Blütenbetrachtung, die Zuordnung zum Geburtsmonat dagegen eine kalendarische Konvention. Beide treffen sich im Kalender an derselben Stelle: In Japan fängt die Blüte Ende März an, in Deutschland öffnen sich die Blüten der Zierkirsche erst im April. Deshalb liest sich die Kirschblüte als Märzblume, obwohl der Baum hier später aufgeht.
Im März blüht die Narzisse, die Zierkirsche erst im April
Im März blüht die Narzisse in Gärten und steht frisch im Handel; die Zierkirsche öffnet ihre Blüten in Deutschland meist erst im April. Die Blütezeit der Gelben Narzisse liegt je nach Standort und Witterung zwischen März und April, wobei die Wildform ihren Schwerpunkt im April hat. Wenn die Zierkirsche aufgeht, ist der Monat schon gewechselt, dann gilt die Geburtsblume April.
Wild wächst die Gelbe Narzisse in Deutschland nur in den westrheinischen Schiefergebirgen, mit Beständen im Hunsrück und in der Eifel, etwa im Naturschutzgebiet Perlenbach-Fuhrtsbachtal bei Monschau. In der Roten Liste steht sie als gefährdet; 1981 war sie Blume des Jahres. Im Naturpark werden im Frühjahr geführte Narzissen-Wanderungen angeboten. Achtung: Wild wachsende Narzissen dürfen nicht gepflückt werden.

Doch im Blumenladen liegt die Sache anders: Als Schnittblume kommt die Osterglocke jedes Frühjahr in großen Mengen in den Handel, und der bedeutendste Produzent von Zwiebeln und Pflanzen ist Großbritannien. Sie bekommen die Märzblume im März also überall, und zwar als Ware aus dem Anbau. Wie lange sie steht und in welcher Reihenfolge sie behandelt wird, steht bei Narzissen in der Vase.
Beide Märzblumen im Vergleich:
| Merkmal | Narzisse (Osterglocke) | Kirschblüte (Japanische Blütenkirsche) |
|---|---|---|
| Was ihr zugeschrieben wird | Neuanfang und Wiedergeburt, im deutschen Namen das Osterfest | Anlass des Hanami, des Festes der Blütenbetrachtung |
| Blütezeit in Deutschland | März bis April, die Wildform mit Schwerpunkt im April | April bis Mai |
| Woher sie stammt | Südwesteuropa und Nordwestafrika; in Deutschland wild nur in Eifel und Hunsrück | Korea, Japan und mehrere chinesische Provinzen; in Europa als Zierbaum gepflanzt |
| Wo man sie im März findet | im Beet, auf der Wiese und frisch im Blumenhandel | als Baum im Garten und in der Allee, in Blüte hier meist erst ab April |
| Was in der Vase zu beachten ist | gibt Schleim ab und kommt erst allein ins Wasser | am Baum hält die Blüte an einem Ort nur rund zehn Tage |
Frisch geschnittene Narzissen kommen erst allein ins Wasser
Frisch angeschnittene Narzissen geben Schleim ab und stehen deshalb zuerst allein im Wasser. Vor allem in den ersten Stunden nach dem Anschnitt tritt er aus. Ein paar Stunden reichen am unteren Ende, etwa ein Tag ist die sichere Variante. Danach schütten Sie dieses Wasser weg, spülen die Stielenden kurz ab und schneiden die Stiele beim Zusammenstellen nicht erneut an. Wird dieser Schritt übersprungen, landet der Schleim im gemeinsamen Vasenwasser. Tipp: Planen Sie die Wartezeit ein, wenn der Strauß am selben Tag fertig sein soll; über Nacht erledigt sich das von selbst.

Der Schleim ist Pflanzensaft aus den frisch angeschnittenen Stielen, und er wirkt bei den Nachbarn in derselben Vase auf zwei verschiedenen Wegen. Der eine Weg führt über Alkaloide, der andere über Zucker und Polysaccharide, die das Bakterienwachstum im Vasenwasser fördern. Welche Blume wie reagiert, ist unterschiedlich:
- Tulpen: reagieren am deutlichsten. Die Alkaloide im Schleim verkürzen ihre Zeit in der Vase und lassen die Blätter vergilben.
- Rosen: hier wirkt der Zucker im Schleim. Er füttert die Bakterien im Wasser, und die verstopfen die Leitbahnen im Stiel.
- Iris: die Ausnahme. Neben einer einzelnen Narzissenblüte hielten geschnittene Iris im Versuch sogar länger frisch (PubMed).
Der Pflanzensaft reizt außerdem die Haut: Waschen Sie sich nach dem Anschneiden die Hände. Was der Saft für Haustiere bedeutet, steht bei Narzissen und Katzen. Wer den Strauß für einen Märzgeburtstag selbst bindet, hat damit alles beisammen: erst die Narzissen allein, dann die übrigen Blumen dazu. Die vollständige Reihenfolge mit allen Schritten steht bei Narzissen in der Vase.
Der März beginnt im Zeichen der Fische und endet im Widder
Den März teilen sich zwei Sternzeichen: Die Fische reichen bis etwa zum 20. März, danach beginnt der Widder, der astrologisch den Zeitraum vom 21. März bis zum 20. April umfasst. Wer am 20. März Geburtstag hat, ist damit Fisch, wer am 21. März feiert, Widder. Die Geburtsblume richtet sich dagegen nach dem Kalendermonat: Fische und Widder haben im März dieselben zwei Blumen, die Narzisse und die Kirschblüte.
Doch Zeichen und Sternbild sind zweierlei. Im Zeitraum des Sternzeichens Widder steht die Sonne noch im Sternbild Fische; in das Sternbild Widder wechselt sie erst Mitte bis Ende April (ARD alpha). Ursache ist die Präzession der Erdachse: Sie hat die Position der Sonne zu den Sternen in zwei Jahrtausenden um rund 30 Grad verschoben. Für einen Geburtstag zählt am Ende der Tag im Kalender, und der bringt im März die Narzisse mit.
Die Märzblumen als Tattoo: Trompete und fünf Blütenblätter
Als Tattoo unterscheiden sich die beiden Märzblumen deutlich, und wer eine Geburtsblume für den März sucht, hat damit zwei Motive zur Wahl. Die Narzissenblüte trägt sechs sternförmig abstehende Hüllblätter und in der Mitte eine trompetenartig verwachsene Nebenkrone; die Kirschblüte besteht aus fünf freien Kronblättern in Weiß bis Rosa. Wer sich die Märzblume stechen lässt, überträgt damit die Bedeutungen, die der Überlieferung nach an den Pflanzen hängen.
- Narzisse: sechs Blütenblätter als Stern und die Trompete in der Mitte; die Silhouette bleibt auch in feinen Linien lesbar.
- Kirschblüte: fünf einzelne, freie Blütenblätter, weiß bis rosa; ein Motiv, das auch als kleine Einzelblüte funktioniert.
Beides sind Formen, die auch klein noch erkennbar bleiben: die Trompete durch ihren Umriss, die fünfzählige Blüte durch die gleichmäßige Anordnung ihrer Blätter. Verbinden lassen sich beide auch zu einem Motiv, wenn beide Märzblumen aufs Bild sollen.
Häufig gestellte Fragen
Warum gibt es zwei Geburtsblumen?
Welche Geburtsblume ist im März die Kirschblüte?
Welche Blume passt zum März?
Welche Geburtsblume passt zum Sternzeichen Fische?
Welche Blumen sind typisch für den März?
Artikel von
Anton PolitunGründer & Autor bei Blumengruss.de
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