Rosen können in der Vase bis zu 10 Tage halten und gehören damit zu den Schnittblumen, die am längsten frisch bleiben. Häufig werden sie aber schon deutlich früher welk und trocken. Das kann viele Gründe haben: Falscher Standort, zu wenig Wasser, Bakterien in der Vase.

Außerdem kann es natürlich auch sein, dass die Rosen bereits im Blumenladen eine Weile standen und sich deshalb dem Ende ihrer Lebensdauer zuneigen. Damit Rosen in der Vase möglichst lange halten, sollte man deshalb schon beim Kauf darauf achten, dass sie frisch aussehen und die Blüten nach Möglichkeit noch nicht ganz geöffnet sind. Den Rest erledigt die richtige Pflege.
Die ideale Vorbereitung der Rosen
Wenn Sie einen Strauß Rosen geschenkt bekommen oder gekauft haben, sollten Sie ihn möglichst schnell ins Wasser stellen. Allerdings nicht, ohne die Blumen richtig vorzubereiten. Denn dadurch können die Rosen das Wasser besser aufnehmen und bilden weniger Fäulnisbakterien.
Stiele richtig anschneiden
Sie sollten alle Schnittblumen anschneiden, bevor Sie sie ins Wasser stellen. Denn die Wasserleitbahnen verholzen bereits nach kurzer Zeit, wenn die Blume eine Weile nicht im Wasser stand. Die verholzte Stelle blockiert die Wasseraufnahme und sorgt dafür, dass die Rosen schnell welk werden. Die Lösung:
- Nehmen Sie ein scharfes Messer zur Hand
Bitte verwenden Sie keine Schere oder ein stumpfes Messer: Damit werden die Wasserleitbahnen zusammengedrückt, sodass kein Wasser mehr aufgenommen werden kann. - Schneiden Sie mindestens 1-2 cm des Rosenstiels schräg ab.
Der schräge Schnitt schafft eine größere Fläche für die Wasseraufnahme. Wenn Sie zu wenig abschneiden, kann es aber sein, dass trotzdem nicht alle Wasserleitbahnen frei sind.
Blätter und Dornen entfernen
Die Blätter und Dornen sind die ersten Stellen, an denen sich Fäulnisbakterien bilden, wenn sie mit Wasser in Berührung kommen. Aus diesem Grund sollten Sie bis auf die obersten Triebe, die nicht bis in die Vase reichen, alle Blätter und Dornen entfernen.
Optimale Wasserversorgung
Damit die Rosen in der Vase möglichst lange halten, brauchen sie genug Wasser. Der holzige Stiel ist bei Schnittblumen immer ein Zeichen für einen hohen Wasserbedarf. Am besten füllen Sie die Vase bis zu ¾ mit zimmerwarmem Wasser.

Frisches Wasser regelmäßig wechseln
Sie sollten das Wasser am besten täglich wechseln, um die Bildung von Bakterien zu vermeiden. Denn sobald Bakterien im Wasser sind, sind die Blumen vorüber. Beim Wasser wechseln prüfst du am besten auch die Stiele der Rosen auf eventuelle holzige oder braune, faulige Stellen und schneidest sie ab.
Aber: Regelmäßiges Wasser wechseln nützt nichts, wenn die Vase nicht sauber ist. Bevor die Rosen zum ersten Mal hineinstellst, solltest du sie gründlich mit Spülmittel oder Desinfektionsmittel und klarem Wasser reinigen. Gerade wenn zuvor andere Blumen darin standen, können Rückstände mit Fäulnisbakterien geblieben sein, die Ihren Rosenstrauß innerhalb weniger Stunden angreifen.
Einsatz von Nährstoffen
Rosen brauchen drei Dinge zum Überleben: Wasser, Licht und Nährstoffe. Wasser und Licht haben sie auch in der Vase, nur Nährstoffe müssen Sie noch hinzufügen. Oft wird empfohlen, ein wenig Zucker ins Blumenwasser zu geben. Das ist allerdings nicht zu empfehlen! Die Rosen brauchen zwar Zucker, Bakterien jedoch auch. Aus diesem Grund gibt es viele fertige Frischhaltemittel, die eine Mischung aus Zucker und Desinfektionsmittel enthalten. Sie können es aber auch selbst herstellen. Dazu mischen Sie:
- 2 Esslöffel Zucker
- 2 Esslöffel Apfelessig
- 1 Liter Wasser
Der Essig hat dabei eine desinfizierende Funktion. Halten Sie sich dabei unbedingt an die Mengenangaben. Wenn zu viel Essig und Zucker im Wasser sind, schadet das den Rosen. Denn sobald die Nährstoffkonzentration im Blumenwasser höher ist als in den Pflanzenzellen, wird der Rose Wasser entzogen und sie vertrocknet.

Standort und Umgebung der Rosen
Auch der Standort der Rosen ist ausschlaggebend für ihre Lebensdauer. Grundsätzlich brauchen sie viel Licht und milde Temperaturen, doch direkte Sonneneinstrahlung, sehr trockene Luft oder Zugluft können fatal sein.
Vermeidung direkter Sonneneinstrahlung
Am besten stellen Sie den Rosenstrauß an eine Wand gegenüber von einem Fenster oder neben einem Fenster. Dort bekommen die Rosen viel Licht, aber keine direkte Sonneneinstrahlung. Die sorgt oft für zu große Hitze, lässt das Wasser in der Vase verdampfen und die Blüten trocken werden.
Abgeschirmt von Wärmequellen
Die Rosen sollten auch nicht in unmittelbarer Nähe von einem Heizkörper oder einem Kamin stehen. Den die Luft bewegt sich aufgrund des Wärmeunterschieds und ist obendrein sehr trocken. Darin fühlen Rosen sich nicht wohl.
Abstand zu Obst
Um Schnittblumen länger frisch zu halten, sollte man sie möglichst weit weg vom Obstkorb aufbewahren. Vor allem Äpfel, Bananen und Tomaten sorgen eine große Menge des Reifungsgases Ethylen ab, das die Blüten und Blätter schneller altern lässt.
Häufige Fragen und Antworten
Was ins Wasser, damit Rosen länger halten?
Damit Rosen länger halten, kannst du ein selbstgemachtes oder gekauftes Frischhaltemittel aus Zucker und einem Desinfektionsmittel (wie Essig oder Alkohol) ins Wasser geben. Achte darauf, dass das Frischhaltemittel nicht zu hoch konzentriert ist.
Ist Zucker gut für Rosen?
Was tun, wenn die Rosen in der Vase den Kopf hängen lassen?
Artikel von
Anton PolitunGründer & Autor bei Blumengruss.de
Schreibt über Schnittblumen — ihre Bedeutung, Pflege und die Kunst, den richtigen Strauß zu wählen.


